Buchkritik Good Bank

"Viel lernen, ohne belehrt zu werden"

Berlin, 10. Juli 2011

 Für die SWR-Sendung Forum Buch hat Sabine Fröhlich über mein Buch ge- und mit mir gesprochen. Ihr Fazit: Es mag aussichtslos erscheinen, einem übermächtigen Finanzsystem, das die Akteure selbst kaum noch zu steuern vermögen, das kleine Experiment einer “guten Bank” entgegenzuhalten. Die Darstellung Dohmens verliert aber die realen Größenverhältnisse nicht aus den Augen, denn sie beschränkt sich nicht auf eine einzige Perspektive. Interviews, Reportagen und die nötigen Erklärungen fügen sich zu einem Lehrbuch im besten Sinn. Man hat am Ende viel gelernt, ohne belehrt zu werden - über das Auseinanderfallen von Finanz- und Realwirtschaft, aber auch, am Beispiel alternativer Investitionsprojekte, darüber, wie beides sinnvoll zusammenspielen kann. Und schließlich ergibt sich der verblüffende Befund, dass die Verbindung von Altruismus und Geldgeschäft möglicherweise nicht ganz so utopisch ist wie gedacht.


Interview

Hans Christoph Binswanger

Sankt Gallen, 11. Juni 2011

Der Vordenker hat lange vor der Finanzmarktkrise die herrschende ökonomische Lehre kritisiert und sich schon früh mit der Möglichkeit eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums beschäftigt. Ich habe mit Ihn über die Finanzkrise, Wachstum und Parallelen in der Literatur gesprochen. Süddeutsche Zeitung


Porträt

Das Phantom

Düsseldorf, 9. Juni 2011

Medion-Gründer Bernd Brachmann scheut die Öffentlichkeit. Auch jetzt, vor dem Großverkauf von Aktien an den chinesischen Computerbauer Lenovo.  Süddeutsche Zeitung


Reportage

Geld ist gut

Wien, 8. Juni 2011

Die Globalisierungskritiker von Attac sind eigentlich nicht gut auf Banken zu sprechen. Doch in Österreich sind einige der Aktivisten nun selber daran beteiligt, ein Finanzinstitut gründen, das mit linken Idealen auf Kundenfang gehen soll. Eine Bank neu aufzubauen, ist allerdings ein finanzielles und rechtliches Abenteuer. Süddeutsche Zeitung


Arbeiterinnen trocknen bei der Kooperative Sopexxca Kaffeebohnen.

Radiofeature

Wandel durch Handel?

Berlin, 1. Juni 2011

Am Anfang setzen Menschen ein Zeichen für faire Handelsbeziehungen: Zwischen Produzenten im Süden und Verbrauchern im Norden. Ihre Devise: Statt Marktpreise faire Preise. Schon bald finden die Waren den Weg aus den Weltläden in die Supermärkte. Die Idee wird von Milchbauern in Deutschland kopiert. Manche sehen die faire Handelsbewegung als eine Art Laboratorium für die Weltökonomie, andere halten die Wirkung des individuellen Einkaufsverhaltens für überschätzt. Wandel durch Handel, geht das? Dok 5 Das Feature (13.6.11 um 11.05 Uhr und 14.6.11 um 0.05 auf WDR 5)


Kommentar

Ideen sollten zählen

Berlin, 1. Juni 2011

Firmen sollten sich mehr um Produkte als um Geldgeschäfte kümmern. Voraussetzung dafür ist eine andere Renditeerwartung, sowohl was die Höhe als auch was den Zeithorizont der Anleger angeht.  Schließlich haben exorbitante Gewinne  mit Finanzspekulationsgeschäften im vergangenen Jahrzehnt das gesamte Renditegefüge in der Weltwirtschaft verändert, zu Lasten der realen Produktion, guter Ideen und der Beschäftigten.


Analyse

Mehr für Müllmänner, weniger für Manager

Karlsruhe, 31. Mai 2011

Der Unter nehmer Götz Werner propagiert das bedingungslose Grundeinkommen für alle Bürger. Die Folge davon wäre, dass die Gehälter für harte, unattraktive Jobs deutlich steigen. Süddeutsche Zeitung


Arbeit

Für Gott, Geld und Glück

Köln, 31. Mai 2011

Die Gesellschaft beurteilt Menschen oft mit Blick auf deren Leistung und Bezahlung. Eine Tätigkeit gilt als sinnvoll, wenn sie viel kostet, das Einkommen also möglichst hoch ist. Doch stimmt dieser Maßstab noch? Welche Rolle spielt die Pflege von Kindern und gebrechlichen Eltern bei dieser Beurteilung? Und wird ehrenamtliche gemeinnützige Arbeit ausreichend gewürdigt, zumal in Zeiten leerer Staatskassen. Über den Wert der Arbeit berichte ich in der Serie "Zukunft der Arbeit". Süddeutsche Zeitung


Porträt

Der Blau-Ökonom

Brüssel, 23. April 2011

Wenn Gunter Pauli über die Ursachen seines Erfolgs redet, geht es wenig um ihn. „Ein Mensch kann nur einen Beitrag für die Gesellschaft liefern, weil er so viel von der Gesellschaft bekommen hat“, sagt er. Der  55-jährige Belgier hat schon viele Unternehmen gegründet. Seinen Wandel vom grünen zum blauen Unternehmer beschreibe ich in einem Porträt. Süddeutsche Zeitung


Reportage

RestLB

Düsseldorf, 16. April 2011

Die Westdeutsche Landesbank war mal ein stolzes und mächtiges Geldhaus. Vom Glanz vergangener Zeiten ist nichts mehr übrig. Was bleibt? Die Angst vor dem, was noch kommt. In einer Reportage beschreibe ich gemeinsam mit Martin Hesse die Situation bei der WestLB aus Sicht der Mitarbeiter, Bürger, Politik und Eigentümer. Süddeutsche Zeitung