Let's make MONEY
Was macht die Bank mit unserem Geld?

Caspar Dohmen
Orange Press, 4. Auflage: 2009

Die meisten von uns wissen nicht, wo ihr Geld ist. Sicher ist jedoch, dass es sich nicht bei der Bank befindet, der wir es zur Verwahrung oder Vermehrung anvertraut haben. Die Bank speist unser Guthaben als Kredit in den Kreislauf des globalen Geldmarktes ein. Wo der Schuldner lebt und was er tut, um uns die Zinsen zu bezahlen, bleibt im Verborgenen. Die meisten von uns interessiert es auch nicht, denn die Banken haben einen Lockruf ausgegeben, dem wir gerne und vertrauensvoll folgen: Lassen Sie Ihr Geld arbeiten! Doch Geld kann nicht arbeiten - arbeiten können nur Menschen, Tiere oder Maschinen.

Das Buch zeigt die verschiedenen Seiten von Wachstum und Wahnsinn zeigt und klärt auf  über die Zusammenhänge zwischen Staatsverschuldung und Steuerparadiesen, Sweatshops und Subprimekrisen. 

Stimmen zum Buch

„Let’s make Money“ ist das Buch zum Film von Erwin Wagenhofer („We feed the world“). Der Autor Caspar Dohmen liefert das an Inhalt, was dem Film leider fehlt. Er fängt bei Null an und schafft es, in einfacher Sprache auch absoluten Laien zu erklären, was sich hinter Begriffen wie Private-Equity-Fonds, Optionsgeschäften und Kreditderivaten versteckt.  (WDR) 

Das Wort Finanzkrise scheint längst nicht mehr allein ein Problem von Liquidität, Geldfluss und Vertrauen zu sein. Wenn Bahn und Postvorstände jetzt auch ankündigen, ihre ohnehin schon enormen Gehälter um Hunderttausende von Euro aufzustocken, offenbart die Krise ein tiefgehendes Missverständnis im Umgang mit Wert und Geld, das die Gesellschaft spaltet: zum einen bornierte Machthungrige mit scheinbar unstillbarer Gier nach immer höheren Renditen und steigenden Bezügen, zum anderen wütende Bürger, die dem tollhausartigem Finanztreiben ohnmächtig zuschauen. Da scheint Caspar Dohmens Buch "Let's Make Money" mit seinem selbstkritischem Blick auf Finanzströme und Verantwortliche der Krise zur rechten Zeit heilsame Aufklärung zu bieten.
 (Handelsblatt)

(Dohmen bietet) einen guten Grundkurs zum Thema Finanzwirtschaft an: vom Zins und Zinseszins bis zum Handel mit komplizierten Derivaten; von Kapitalanlagen zur Altersvorsorge bis zu sogenannten Geier-Fonds. Dohmen … neigt weniger zur verschwörungstheoretischen Zuspitzung. Bei aller Kritik an der Weltbank und dem Internationalen Währungsfond etwa schildert der Wirtschaftsjournalist diese Institutionen doch differenziert. Auch glaubt er an ihre Reformfähigkeit. (Bund, Schweiz)

(Das Buch) erklärt verständlich die Zusammenhänge der globalen Finanzmärkte. Wer Geld bei einer Bank in einer deutschen Kleinstadt anlegt, wird sich wundern, wo sein Erspartes angelegt wird. Gerade in Zeiten der amerikanischen Hypothekenkrise und der Verstrickung deutscher Banken in äußerst risikoreiche Geschäfte ein sehr lesenswertes Buch. (ARD)