Ein Konto für jedermann

Alle Banken sind jetzt in der Pflicht

Hamburg, 24. Mai 2016

Jeder in Deutschland lebende Mensch kann künftig bei einer Bank ein Konto eröffnen. Das entsprechende Gesetz tritt im Juni in Kraft. Damit sind nahezu alle Banken in der Pflicht, solche Basiskonten auch für Erwerbs- oder Wohnungslose anzubieten. Und solange das Konto im Plus bleibt, kann der Inhaber frei darüber verfügen. Deutschlandfunk, Hintergrund.


Buchbesprechung

Globale Kämpfe für Menschenrechte

Berlin, 24. Mai 2016

Buchbesprechung Wolfgang Kaleck und Miriam Saage-Maaß: Unternehmen vor Gericht. SWR 2


Misereor Blog

Südafrika in der Hölle

Kapstadt, 23. Mai 2016

Ob beim Kohleabbau in Südafrika oder bei der Produktion von Bekleidung in Bangladesch: Immer wieder verletzen transnational tätige Konzerne Menschenrechte. Jetzt sollen die Firmen mehr Verantwortung für ihre Produktions- und Beschaffungsketten übernehmen, das sehen Leitprinzipien der UNO vor. In Deutschland werden diese gerade konkretisiert: mit einem nationalen Aktionsplan. Beteiligte NGOs plädieren für Verbindlichkeit, dagegen sträuben sich Unternehmensverbände. MisereorBlog


Bewegungstiftung

Die doppelte Wirkung von Geld

Verden, 21. Mai 2016

Matthias Fiedler, Geschäftsführer der niedersächsischen Bewegungsstiftung, berichtet über die Förderung von sinnvollen Projekten und Investments in Niedrigzinszeiten. Süddeutsche Zeitung


Texiltbündnis

Zäher Kampf gegen moderne Sklaverei

Berlin, 13. Mai 2016

Das traurige Schicksal von 86 Mädchen im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu richtet den Blick auf unsägliche Arbeitsbedingungen in dortigen Textilbetrieben. Ihre Leichen seien allesamt in Unterkünften von Spinnereien gefunden worden, sagt Mary Viyakula von der Nichtregierungsorganisation (NGO) Save. Sechs hätten angeblich Selbstmord begangen, nachdem sie vergewaltigt worden seien. Gründe für den Tod der anderen hätten die Behörden nicht genannt. Für die Aktivisten war es schon schwierig genug, überhaupt von diesen Todesfällen zu erfahren und Licht in die Arbeitsbedingungen zu bringen. 14- bis 18-Jährige würden gewöhnlich für drei Jahre angeworben und erhielten einen Lohn weit unter dem gesetzlichen Mindestlohn für Lehrlinge. Sie schufteten "zwölf Stunden am Tag, sieben Tage die Woche", sagte am Donnerstag die Wissenschaftlerin Anibel Ferus-Comelo, die gerade eine Studie zu dem Thema verfasst hat. Solche moderne Sklaverei ist in den südindischen Spinnereien weit verbreitet, die in der global vernetzten Textilindustrie eine wichtige Rolle spielen. Süddeutsche Zeitung.


Fairer Handel

Zwölf Euro im Jahr

Berlin, 11. Mai 2016

Wer will es einem Kleinbauern verdenken, wenn er auf den fairen Handel hofft. Die Not ist groß: Rund 1,5 Milliarden Menschen leben laut der Weltbank in kleinbäuerlichen Haushalten, ein Großteil davon leidet Hunger. Bislang kann der faire Handel, der den Bauern beispielsweise einen Mindestpreis garantiert und für Gemeinschaftsprojekte eine Prämie zahlt, jedoch nur einem Bruchteil der Produzenten helfen, "vielleicht etwas mehr als der Tropfen auf den heißen Stein", sagte Heinz Fuchs, Mitarbeiter des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt und Aufsichtsratschef von Transfair Deutschland. Der Verein vergibt ein Siegel, mit dem Industrie und Handel dann ihre Produkte als fair vermarkten können. Süddeutsche Zeitung


Stiftungen in der Niedrigzinsphase

Kein Geld für Wohltaten

Hannover, 10. Mai 2016

Anfang März hat die Europäische Zentralbank den Leitzins auf null Prozent gesenkt. Wer einen Kredit aufnehmen will, freut sich wohl darüber. Stiftungen dagegen stehen vor dem gleichen Dilemma wie jeder Sparer, dessen Vermögen nur noch minimal verzinst wird. Besonders kleine Organisationen müssen erfinderisch werden, um zu überleben. Deutschlandfunk, Hintergrund.


Porträt

Lang lebe der Mixer

Köln, 9. Mai 2016

Stefan Schridde ärgerte es, dass vor allem Elektrogeräte nach kurzer Zeit kaputt gehen. Heute hat er erreicht, dass die Lebensdauer von Produkten auch Politiker beschäftigt. Süddeutsche Zeitung


Kommentar

Messlatte höher legen

Berlin, 7. Mai 2016

Immer mehr Anleger wollen ihr Geld umwelt- und verantwortungsbewusst anlegen. Dafür brauchen sie mehr Transparenz. Mein Kommentar dazu in der SZ.


Porträt

Umgesattelt

Hamburg, 28. April 2016

Dirk Ulbricht hat erst Versicherungen verkauft, dann kam die Sinnkrise. Nun ist er ein Kritiker der Branche, und Verbraucherschützer. Süddeutsche Zeitung