Interview

Hans Scharpf

Frankfurt am Main, 30. August 2014

Der Anwalt zahlt keine Schuldzinsen mehr für Kredite. Seiner Meinung nach sind die gängigen Bankzinsen nämlich viel zu hoch. Er begründet dies in seiner Frankfurter Kanzlei mit der Art der Geldschöpfung der Banken, die ihn stört. Süddeutsche Zeitung


Analyse

Wir sind das Geld

Frankfurt am Main, 29. August 2014

Seit der Krise fordern viele Menschen ein Umdenken von Managern und Politikern. Am Anfang gab es öffentliche Proteste. Jetzt arbeiten Abgeordnete, Aktivisten und Wissenschaftler an wirklichen Reformen. Was sie vorhaben und bewegt, beschreibe ich in einem Schwerpunkt in der Süddeutschen Zeitung.


Besprechung

Die Vision vom modernen Schlaraffia

Köln, 18. August 2014

Ein Leben im Überfluss für alle? Der Sozialphilosoph und Ökonom Jeremy Rifkin hält das für möglich. In seinem Buch "Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft" beschreibt er das Ende der Knappheit und auch des heutigen Kapitalismus. Rifkins Überzeugung: Konsumenten werden immer mehr selbst zu Produzenten. Sein Buch habe ich in der Deutschlandfunk-Sendung Andruck besprochen.


Buchbesprechung

Lässt sich Innovation beschließen?

Berlin, 18. August 2014

Wer bringt bahnbrechende wirtschaftliche Innovationen auf den Weg? Die meisten dürften an kreative Erfinder, mutige Unternehmer und risikobereite Kapitalgeber denken, aber keinesfalls an den Staat. Falsch sagt die Wissenschaftlerin Mariana Mazzucato in ihrem Buch "Das Kapital des Staates". WDR


Kalenderblatt

Bank für Leihen und Schenken

Bochum, 12. August 2014

Am 12. August 1974 meldeten die Gründer der Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken ihr Institut im Genossenschaftsregister an. Damit konnte die erste sozial-ökologische Bank ihre Arbeit aufnehmen. Seit der Finanzkrise hat die GLS Bank mächtig Auftrieb bekommen. Deutschlandfunk


Buchbesprechung

Wem gehört Deutschland?

Braunschweig, 3. August 2014

Soziale Marktwirtschaft heißt auch: umverteilen. Denn in dieser Wirtschaftsordnung soll es nicht allein um den Markt, den Wettbewerb und das Geldverdienen gehen. Nein: Ein Teil dessen, was erwirtschaftet wird, soll der Wohlfahrt der Gesellschaft dienen, soll umverteilt werden. Aber: Damit das gelingt, muss ein Staat die Vermögensverhältnisse seiner Bürger möglichst genau kennen. Und genau das ist nach Ansicht des Journalisten Jens Berger in Deutschland nicht der Fall - vor allem, wenn es um die wohlhabenden Bürger geht. "Wem gehört Deutschland?" heißt sein Buch.  Deutschlandfunk


ARD-Buchtipp

Otto Moralverbraucher

Berlin, 15. Juli 2014

Thomas Spindler stellt im ARD-Buchtipp heute mein Buch Otto Moralverbaucher vor. Er schreibt Caspar Dohmen hat eine lesenswerte Kosumgeschichte geschrieben, die vor allem die Möglichkeiten der Verbraucher absteckt, inwiefern durch Konsumentscheidungen ethisch etwas Gutes bewirkt werden kann.  Den Beitrag einschließlich eines Interviews mit mir können Sie beim ARD-Morgenmagazin sehen.


Rückversicherer Feature

Moderne Kassandras

Baden Baden, 7. Juli 2014

Versicherer blicken bei der Kalkulation von Risiken gewöhnlich zurück und füttern mathematische Modelle mit statistischen Daten. So kalkulieren sie mögliche Szenarien von Erdbeben, Epidemien oder Massenkarambolagen auf Autobahnen. Blind ist diese Methode jedoch, wenn es um neue Risiken geht. Um diese Gefahren aufzuspüren, beschäftigen große Rückversicherer Forscher, die Szenarien für die Zukunft entwerfen. Sie beschäftigen sich mit dem möglichen Einfluss von Sonnenstürmen auf die Stromversorgung genauso wie mit dem Einfluss politischer Veränderungen auf die Wirtschaft oder den Folgen der Nanotechnologie. Diese winzigen Teilchen gelten als eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, verursachen möglicherweise aber auch Krankheit und Tod bei Beschäftigten und Konsumenten. Für die Versicherungswirtschaft sind ihre modernen Kassandras überlebensnotwendig, denn wer Risiken falsch einschätzt, geht pleite. Dazu können sie am 9. Juli um 22.03 Uhr auf SWR 2 ein Feature von mir hören.


Familienunternehmen

Wenn der Funke nicht zündet

Waldenburg, 5. Juli 2014

Eine seltene Schlacht unter Familienunternehmen ist geschlagen: R. Stahl, Spezialist für Explosionsschutz, wehrt eine feindliche Übernahme von Weidmüller ab. Süddeutsche Zeitung


Konsum

Hunderte Siegel, kaum Durchblick

Köln, 4. Juli 2014

Teuer oder billig – viele Verbraucher denken, der Preis der Kleidung sage etwas über ihre Produktionsbedingungen aus. Sicher, die Wahrscheinlichkeit, dass extrem billige Klamotten anständig produziert werden, ist gering. Aber wenn es um die Belastung der Umwelt durch die Textilproduktion oder die Arbeitsbedingungen der Näherinnen geht, hat der Käufer keine Gewähr dafür, dass teuer gleich besser ist. Konsumenten fragen sich oft, welchen Labels sie trauen können und ob Boykott etwas bringt.  Antworten stehen in der Süddeutschen Zeitung.