Klage gegen KiK

Keine Haftungsgrundlage

Karachi, 1. September 2015

Gegenüber der ausgebrannten Textilfabrik Ali Enterprises erinnert ein aufgepinselter Schriftzug auf einer Mauer an den schwersten Fabrikunfall in der Geschichte Pakistans: 260 Menschen starben am 11. September 2012. Mehr als 200 Opfer haben sich in der Baldia Factory Fire Association organisiert und vier Kläger ausgesucht: Muhammad Hanif und drei Angehörige toter Kollegen. Sie klagten im Frühjahr beim Landgericht Dortmund gegen den Textildiscounter Kik, den Hauptkunden der Unglücksfabrik. Dessen Anwälte haben nun bei Gericht beantragt, die Klage auf Schmerzensgeld "abzuweisen". Weder nach pakistanischem noch nach deutschem Recht gebe es eine Grundlage für eine Haftung des Unternehmens, heißt es in der Stellungnahme. Süddeutsche Zeitung


Reportage

Der Fluch der Diamanten

Köln, 11. August 2015

Der Schwarzhandel ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im afrikanischen Sierra Leone. Eine deutsche Forscherin hat diese Schattenwelt besucht und ein ausbeuterisches System aufgedeckt. Ihre Geschichte erzähle ich in der Süddeutschen Zeitung.


Porträt

Zufällig mächtig

Delhi, 18. Juli 2015

Arundhati Bhattacharya ist die mächtigste Bankerin Indiens. Eigentlich wollte sie Mutter Teresa nacheifern, doch dann folgte sie einer spontanen Idee. Süddeutsche Zeitung


Kommentar

Chinesische Förderbank verschiebt weltweit Gewichte

Köln, 16. Mai 2015

Die USA haben mit ihrer Verweigerungshaltung zur Reform von Internationalem Währungsfonds und Weltbank ein klassisches Eigentor geschossen. Nun gehen die Chinesen – der mächtige Gegenspieler der USA im 21. Jahrhundert – in Asien eigene Wege. WDR


Interview

Die meisten Kunden interessiert nur der Preis

Bönen, 23. April 2015

Heinz Speet, Gründer von Kik, spricht im Interview darüber, was sein Unternehmen aus den Brandkatastrophen in Fabriken in Asien gelernt hat Süddeutsche Zeitung


Buchkritik

Mehr als der Abbau traditioneller Handelsschranken

Berlin, 20. April 2015

Das Freihandelsabkommen TTIP soll Handelshemmnisse und Zölle zwischen Europa und Amerika abbauen und die größte Freihandelszone der Welt ermöglichen. Seit zwei Jahren wird darum gerungen. Die Journalisten Franz Kotteder und Thilo Bode von Foodwatch kritisiern, dass durch das Abkommen Schutzregeln angegriffen werden, für deren Einführung in Europa oder den USA oft hart gekämpft wurde. Deutschlandfunk


Hannovermesse Roboter Kuka

Stipendium

Mensch und Arbeit

Köln, 15. April 2015

Wie verändert die Technik die Arbeitswelt? Mit dieser Frage beschäftige ich mich als Journalist in Residence beim Kölner Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Toll, dass mir das Institut es ermöglicht, mich intensiv mit alle meinen Fragen auseinanderzusetzen.


Kommentar

Zementierte Missstände

Berlin, 7. April 2015

Die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sind zwei Jahre nach dem Unglück von Rana Plaza immer noch schlecht, trotz einiger Fortschritte. Und das ist nicht nur in Asien oder Mittelamerika so. Mehr lesen Sie in meinem Leitartikel in der SZ.


Feature

Und wie geht es uns heute?

Berlin, 2. April 2015

Fünf Jahre ist es her, dass Griechenland unter den berühmten Rettungsschirm flüchtete. Seitdem ist viel/wenig/gar nichts geschehen, die Einschätzung der Situation variiert von Land zu Land und ändert sich je nach ökonomischer Denkschule. Befürworter der Sparpolitik, etwa die Bundesregierung, glauben in manchen Ländern Anzeichen der Besserung zu sehen. Kritiker der Austeritätspolitik verweisen auf die neue Armut in Griechenland und das politische Beben, das ihr folgte. Eine Zwischenbilanz der Staatsschulden- , Banken- oder Wirtschaftskrise. Nachhören können Sie das Zeitfragen-Feature bei Deutschlandradio-Kultur vom 31. März hier.


Interview

Risikofreudige Pioniere

Bochum, 2. April 2015

Thomas Jorberg, Chef der alternativen Bank, über Verluste, Veränderungen und die Krux mit der Bürgerbeteiligung. Süddeutsche Zeitung