Wissenswert Der wilde Traum von fairer Arbeit – 100 Jahre ILO

Genf, 11.04.2019

Im April 1919 - der erste Weltkrieg war kaum vorüber - da gründeten 32 Staaten die "International Labour Organization", kurz ILO. Was ihnen vorschwebte war "ein wilder Traum" - so nannte es der spätere US-Präsident Franklin D. Roosevelt. Ein Traum, der davon handelte, dass alle Menschen auf der Welt zu fairen Bedingungen arbeiten. Was ist heute, 100 Jahre später, aus diesem Gründungs-Traum der ILO geworden? Wie ist es um die Arbeitsbedingungen weltweit bestellt, was hat die ILO erreicht? Und woran scheitert sie – bis heute? Feature in der Sendereihe bei HR Wissen. Erstausstrahlung am 11.4.2019.

Textilindustrie Die Karawane stoppen

Viele Hersteller ziehen auf der Suche nach Billigstandorten von einem Land zum anderen. Ein Pilotprojekt in Kambodscha soll das verhindern, stößt aber auf Schwierigkeiten.

Südddeutsche Zeitung, 11.04.2019

Moderation Märkte, Menschen und Empowerment in Afrika

Essen, 08.04.2019

Die deutsche Wirtschaft strebt mit der Subsahara Afrika Initiative „Mehr Wirtschaft mit Afrika“ an, so der Titel. Die Bundesregierung setzt, nach eigenen Aussagen, mit dem Marshallplan für Afrika neue Impulse für die Zusammenarbeit zwischen dem afrikanischen und dem europäischen Kontinent. Welchen Beitrag leisten diese Initiativen zur Erreichung des Ziel 12 der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Die Entwicklung einer nachhaltigen Produktion und eines nachhaltigen Konsums in den Wirtschaftsräumen Afrikas? Der Faire Handel in Deutschland verzeichnet seit Jahren hohe Wachstumsraten. Ist er ein blueprint für ein Empowerment von Wirtschaftsakteuren in afrikanischen Staaten? In der Diskussionsrunde wollen wir einen Blick auf die unterschiedlichen Initiativen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Ländern des afrikanischen Kontinents richten. Veranstaltung des EXILE-Kulturkoordination e. V. und Eine Welt Netz NRW im politischen Salon im Grillo Theater. 8. April 20 Uhr, Eintritt frei.

Diskussion Lasst uns reden!

Berlin, 03.04.2019

Beim Stakeholder-Dialog von Tchibo "Über Fairness in unfairen Zeiten" sitze ich auf dem Podium, neben Entwicklungshilfeminister Gerd Müller, Tchibo-Chef Thomas Linemayr, Jenny Holdcroft von IndustriAll und Frank Hoffer, Geschäftsführer von ACT. Alte Münze in Berlin. Beginn 16.15 Uhr.

Arbeiterin in einer indischen Spinnerei.

Feature Ein wilder Traum

Genf, 09.01.2019

Obwohl sich die Internationale Arbeiter Organisation (ILO)seit 100 Jahren darum kümmert, ist sozial abgesicherte und anständig bezahlte Arbeit für die meisten Menschen in weiter Ferne. Nach wie vor werden Arbeitende oft wie Waren behandelt. Nach dem Ersten Weltkrieg schuf die Staatengemeinschaft die Institution, um weltweit für menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sorgen, weil diese für den Frieden unerlässlich seien: Anfangs hatte sie auch Erfolg, aber nach dem Ende des Ost-West-Konflikts setzten Regierungen wieder auf die Kräfte des freien Markts, statt ihn zu regulieren. Die ILO geriet ins Abseits und wirkt zunehmend wie ein Papiertiger, der vernünftige Regeln vorschlägt, aber ohnmächtig zuschauen muss, wenn sie nicht umgesetzt werden. Ist die ILO noch die geeignete Institution, um die Probleme arbeitender Menschen im 21. Jahrhundert zu lösen? Meine Entdeckungsreise. Hören Sie das Feature in  SWR 2 Kultur. Wiederholung der Sendung beim WDR am 17. und 18. März 2019.

Arbeiter in einer Textilfabrik Karatschi

Arbeitsteilung Verantwortung weltweit

Sollen Unternehmen verpflichtet werden, für die Einhaltung von Menschenrechten auch bei Lieferanten in Entwicklungsländern zu sorgen? Die Bundesregierung prüft das.

Süddeutsche Zeitung, 20.02.2019

Forschung Europas Grammatik entschlüsseln

An  der  Frage  der  Entwicklung  der  Europäischen  Union  scheiden  sich  die  Geister.  Besonders  für  Verfechter  einer  stärkeren  Integration  ist  es  hilfreich  zu  wissen,  welche  politischen  Maßnahmen  chancenreich  sind.  Hier  bietet  die  Europa­Forschung am Max­Planck­Institut für Gesellschaftsforschung Orientierung. Im Mittelpunkt ihres politikwis­senschaftlichen Erklärungsansatzes stehen strukturelle Unterschiede der EU­Mitgliedsländer. Die Forscher attestie­ren  der  EU  eine  gehörige  Asymmetrie:  Deren  Architektur  befördere  die  wirtschaftliche  Liberalisierung  und  mache  die Schaffung eines sozialen Europas nahezu unmöglich

 

Gesellschaftsforschung, 10.02.2019

Vier Betroffene des Fabrikunglücks von Ali Enterprise. Sie haben KiK auf Schmerzensgeld verklagt.

Klage gegen KIK "Verpasste Chance"

Das Landgericht Dortmund weist eine Klage von Opfern einer Brandkatastrophe in Karatschi/Pakistan im September 2012 ab. Die Opfer hatten den Textilkonzern Kik verklagt. Die Dortmunder Richter stuften die Ansprüche nun allerdings als verjährt ein.

Südddeutsche Zeitung, 10.01.2019

Preiskampf im Handel Die Banane ist zu billig

Nur jede zehnte in Deutschland verkaufte Banane stammt aus fairer Produktion. Lidl will von Billigbananen auf fair produziertes Obst umsteigen, doch wenn die Konkurrenz nicht mitzieht, hat der Discounter ein Problem.  Die Banane gehört wie Vollmilch oder Schokolade zu jenen Produkten, anhand derer Verbraucher Preise vergleichen - und für die Kunden eher nicht bereit sind, mehr zu zahlen als bei der Konkurrenz.

Süddeutsche Zeitung, 22.01.2019

Arbeiter in Pakistan

100 Jahre ILO Der Kampf für gerechte Arbeitsbedingungen geht in die nächste Runde

Es war eine Errungenschaft nach dem Ersten Weltkrieg – 1919 gründete sich die Internationale Arbeitsorganisation. In der westlichen Welt haben wir ihr zahlreiche Arbeitnehmerrechte zu verdanken. In Ländern wie Bangladesch sind ihre Erfolge eher schlecht. Jetzt sucht die Organisation eine Antwort auf die Frage, wie die Arbeitsverhältnisse im 21. Jahrhundert menschenwürdig gestaltet werden können. Feature Deutschlandfunk Kultur

Deutschlandfunk Kultur, 22.01.2019

Vortrag Divestment als Hebel in der Ernährungswende?

Berlin, 18.01.2019

Welche Möglichkeiten bietet Divestment für eine Argrarwende? Was spricht für Divestment und was dagegen? Welche Erfahrungen gibt es? Auf diese Fragen antworte ich in meinem Vortrag bei der Jahrestagung des Instituts für Welternährung.  Am Freitag, den 18. Januar 2019, Veranstaltungsort: Bundesverband Erneuerbare Energien e.V.
Invalidenstraße 91, 10115 Berlin (ca. 500 Meter vom Hbf. Berlin).

 

Klage gegen KiK Von der Schuld einer Firma im globalisierten Textilgeschäft

Karatschi, 28.11.2018

Im pakistanischen Karatschi starben 2012 bei einem Fabrik-Brand des Textilzulieferers Ali Enterprises 259 Menschen. Hauptauftraggeber war der deutsche Discounter KiK. Jetzt beginnt in Dortmund der Prozess. Es könnte ein Präzedenzfall über die Textilbranche hinaus werden. Eine ausführliche Darstellung in der Süddeutschen Zeitung und beim Deutschlandfunk.

Arbeiter in einer Textilfabrik Karatschi

Feature 100 Jahre ILO

Obwohl sich die Internationale Arbeiter Organisation (ILO)seit 100 Jahren darum kümmert, ist sozial abgesicherte und anständig bezahlte Arbeit für die meisten Menschen in weiter Ferne. Nach wie vor werden Arbeitende oft wie Waren behandelt. Nach dem Ersten Weltkrieg schuf die Staatengemeinschaft die Institution, um weltweit für menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sorgen, weil diese für den Frieden unerlässlich seien: Anfangs hatte sie auch Erfolg, aber nach dem Ende des Ost-West-Konflikts setzten Regierungen wieder auf die Kräfte des freien Markts, statt ihn zu regulieren. Die ILO geriet ins Abseits und wirkt zunehmend wie ein Papiertiger, der vernünftige Regeln vorschlägt, aber ohnmächtig zuschauen muss, wenn sie nicht umgesetzt werden. Ist die ILO noch die geeignete Institution, um die Probleme arbeitender Menschen im 21. Jahrhundert zu lösen? Meine Entdeckungsreise. Hören Sie das Feature in  SWR 2 Kultur

SWR, 17.11.2018

Vier gegen KiK.

Symposium Woche der Gerechtigkeit

Bochum, 28.11.2018

Am 11. September 2012 starben mehr als 250 ArbeiterIinnen weil Brandschutz und Fluchtwege in der Fabrik Ali Enterprises miserabel waren. Besonders ist: Die Betroffenen organiserten sich und wählten vier aus ihren Reihen aus, dien vor dem Landgericht Dortmund den Textildiscounter KiK auf Schadenersatz verklagten. Kann ein Unternehmen für die Zustände bei einem Zulieferer haftbar gemacht werden? Das ist die spannende Frage. Schließlich produzierte Ali Enterprises vorwiegend für das deutsche Textilunternehmen KiK und erhielt nur wenige Wochen vor dem Brand vom italienischen Prüfdienstleister RINA ein Gütesiegel für die Sicherheitsstandards in der Fabrik. Am 29. November findet beim LG Dortmund die Anhörung stattt und am Vortag ein Symposium in der Universität Bochum. Bei dem Panel Verbraucherverhandlungen, Verhandlungen und Entschädigungen diskutiere ich mit. Die Betroffenen sind im Rahmen einer Woche der Gerechtigkeit unterwegs.  Die Geschichte erzähle ich in dem ARD-Radiofeature Tatort Textilfabrik. Es ist auch Teil des Buches Profitgier ohne Grenzen.

Fairer Kaffee vor der Verschiffung nach Europa

Vortrag Kritisch konsumieren, fair produzieren!

Stuttgart, 23.11.2018

Im September 2015 wurden von den 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) einstimmig verabschiedet. Sie bilden das Kernstück der Agenda 2030, die für alle Länder des globalen Südens und Nordens gleichermaßen gilt, und sie berücksichtigen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: die soziale, die ökologische und die wirtschaftliche. Das Nachhaltigkeitsziel 12 dreht sich um nachhaltigen Konsum. Geht das? Vortrag bei der Bildungsveranstaltung des Dachverband Entwickungspolitik Baden-Württemberg e.V. Mehr Infos