Arbeiterin in einer indischen Spinnerei.

Feature Ein wilder Traum

Genf, 09.01.2019

Obwohl sich die Internationale Arbeiter Organisation (ILO)seit 100 Jahren darum kümmert, ist sozial abgesicherte und anständig bezahlte Arbeit für die meisten Menschen in weiter Ferne. Nach wie vor werden Arbeitende oft wie Waren behandelt. Nach dem Ersten Weltkrieg schuf die Staatengemeinschaft die Institution, um weltweit für menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sorgen, weil diese für den Frieden unerlässlich seien: Anfangs hatte sie auch Erfolg, aber nach dem Ende des Ost-West-Konflikts setzten Regierungen wieder auf die Kräfte des freien Markts, statt ihn zu regulieren. Die ILO geriet ins Abseits und wirkt zunehmend wie ein Papiertiger, der vernünftige Regeln vorschlägt, aber ohnmächtig zuschauen muss, wenn sie nicht umgesetzt werden. Ist die ILO noch die geeignete Institution, um die Probleme arbeitender Menschen im 21. Jahrhundert zu lösen? Meine Entdeckungsreise. Hören Sie das Feature in  SWR 2 Kultur. Wiederholung der Sendung beim WDR am 17. und 18. März 2019.

Arbeiter in einer Textilfabrik Karatschi

Arbeitsteilung Verantwortung weltweit

Sollen Unternehmen verpflichtet werden, für die Einhaltung von Menschenrechten auch bei Lieferanten in Entwicklungsländern zu sorgen? Die Bundesregierung prüft das.

Süddeutsche Zeitung, 20.02.2019

Forschung Europas Grammatik entschlüsseln

An  der  Frage  der  Entwicklung  der  Europäischen  Union  scheiden  sich  die  Geister.  Besonders  für  Verfechter  einer  stärkeren  Integration  ist  es  hilfreich  zu  wissen,  welche  politischen  Maßnahmen  chancenreich  sind.  Hier  bietet  die  Europa­Forschung am Max­Planck­Institut für Gesellschaftsforschung Orientierung. Im Mittelpunkt ihres politikwis­senschaftlichen Erklärungsansatzes stehen strukturelle Unterschiede der EU­Mitgliedsländer. Die Forscher attestie­ren  der  EU  eine  gehörige  Asymmetrie:  Deren  Architektur  befördere  die  wirtschaftliche  Liberalisierung  und  mache  die Schaffung eines sozialen Europas nahezu unmöglich

 

Gesellschaftsforschung, 10.02.2019

Vier Betroffene des Fabrikunglücks von Ali Enterprise. Sie haben KiK auf Schmerzensgeld verklagt.

Klage gegen KIK "Verpasste Chance"

Das Landgericht Dortmund weist eine Klage von Opfern einer Brandkatastrophe in Karatschi/Pakistan im September 2012 ab. Die Opfer hatten den Textilkonzern Kik verklagt. Die Dortmunder Richter stuften die Ansprüche nun allerdings als verjährt ein.

Südddeutsche Zeitung, 10.01.2019

Preiskampf im Handel Die Banane ist zu billig

Nur jede zehnte in Deutschland verkaufte Banane stammt aus fairer Produktion. Lidl will von Billigbananen auf fair produziertes Obst umsteigen, doch wenn die Konkurrenz nicht mitzieht, hat der Discounter ein Problem.  Die Banane gehört wie Vollmilch oder Schokolade zu jenen Produkten, anhand derer Verbraucher Preise vergleichen - und für die Kunden eher nicht bereit sind, mehr zu zahlen als bei der Konkurrenz.

Süddeutsche Zeitung, 22.01.2019

Arbeiter in Pakistan

100 Jahre ILO Der Kampf für gerechte Arbeitsbedingungen geht in die nächste Runde

Es war eine Errungenschaft nach dem Ersten Weltkrieg – 1919 gründete sich die Internationale Arbeitsorganisation. In der westlichen Welt haben wir ihr zahlreiche Arbeitnehmerrechte zu verdanken. In Ländern wie Bangladesch sind ihre Erfolge eher schlecht. Jetzt sucht die Organisation eine Antwort auf die Frage, wie die Arbeitsverhältnisse im 21. Jahrhundert menschenwürdig gestaltet werden können. Feature Deutschlandfunk Kultur

Deutschlandfunk Kultur, 22.01.2019

Vortrag Divestment als Hebel in der Ernährungswende?

Berlin, 18.01.2019

Welche Möglichkeiten bietet Divestment für eine Argrarwende? Was spricht für Divestment und was dagegen? Welche Erfahrungen gibt es? Auf diese Fragen antworte ich in meinem Vortrag bei der Jahrestagung des Instituts für Welternährung.  Am Freitag, den 18. Januar 2019, Veranstaltungsort: Bundesverband Erneuerbare Energien e.V.
Invalidenstraße 91, 10115 Berlin (ca. 500 Meter vom Hbf. Berlin).

 

Klage gegen KiK Von der Schuld einer Firma im globalisierten Textilgeschäft

Karatschi, 28.11.2018

Im pakistanischen Karatschi starben 2012 bei einem Fabrik-Brand des Textilzulieferers Ali Enterprises 259 Menschen. Hauptauftraggeber war der deutsche Discounter KiK. Jetzt beginnt in Dortmund der Prozess. Es könnte ein Präzedenzfall über die Textilbranche hinaus werden. Eine ausführliche Darstellung in der Süddeutschen Zeitung und beim Deutschlandfunk.

Arbeiter in einer Textilfabrik Karatschi

Feature 100 Jahre ILO

Obwohl sich die Internationale Arbeiter Organisation (ILO)seit 100 Jahren darum kümmert, ist sozial abgesicherte und anständig bezahlte Arbeit für die meisten Menschen in weiter Ferne. Nach wie vor werden Arbeitende oft wie Waren behandelt. Nach dem Ersten Weltkrieg schuf die Staatengemeinschaft die Institution, um weltweit für menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sorgen, weil diese für den Frieden unerlässlich seien: Anfangs hatte sie auch Erfolg, aber nach dem Ende des Ost-West-Konflikts setzten Regierungen wieder auf die Kräfte des freien Markts, statt ihn zu regulieren. Die ILO geriet ins Abseits und wirkt zunehmend wie ein Papiertiger, der vernünftige Regeln vorschlägt, aber ohnmächtig zuschauen muss, wenn sie nicht umgesetzt werden. Ist die ILO noch die geeignete Institution, um die Probleme arbeitender Menschen im 21. Jahrhundert zu lösen? Meine Entdeckungsreise. Hören Sie das Feature in  SWR 2 Kultur

SWR, 17.11.2018

Vier gegen KiK.

Symposium Woche der Gerechtigkeit

Bochum, 28.11.2018

Am 11. September 2012 starben mehr als 250 ArbeiterIinnen weil Brandschutz und Fluchtwege in der Fabrik Ali Enterprises miserabel waren. Besonders ist: Die Betroffenen organiserten sich und wählten vier aus ihren Reihen aus, dien vor dem Landgericht Dortmund den Textildiscounter KiK auf Schadenersatz verklagten. Kann ein Unternehmen für die Zustände bei einem Zulieferer haftbar gemacht werden? Das ist die spannende Frage. Schließlich produzierte Ali Enterprises vorwiegend für das deutsche Textilunternehmen KiK und erhielt nur wenige Wochen vor dem Brand vom italienischen Prüfdienstleister RINA ein Gütesiegel für die Sicherheitsstandards in der Fabrik. Am 29. November findet beim LG Dortmund die Anhörung stattt und am Vortag ein Symposium in der Universität Bochum. Bei dem Panel Verbraucherverhandlungen, Verhandlungen und Entschädigungen diskutiere ich mit. Die Betroffenen sind im Rahmen einer Woche der Gerechtigkeit unterwegs.  Die Geschichte erzähle ich in dem ARD-Radiofeature Tatort Textilfabrik. Es ist auch Teil des Buches Profitgier ohne Grenzen.

Fairer Kaffee vor der Verschiffung nach Europa

Vortrag Kritisch konsumieren, fair produzieren!

Stuttgart, 23.11.2018

Im September 2015 wurden von den 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) einstimmig verabschiedet. Sie bilden das Kernstück der Agenda 2030, die für alle Länder des globalen Südens und Nordens gleichermaßen gilt, und sie berücksichtigen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: die soziale, die ökologische und die wirtschaftliche. Das Nachhaltigkeitsziel 12 dreht sich um nachhaltigen Konsum. Geht das? Vortrag bei der Bildungsveranstaltung des Dachverband Entwickungspolitik Baden-Württemberg e.V. Mehr Infos

 

Nordindien

Podiumsdiskussion Sustainable Finance - Augenwischerei oder Königsweg?

Mannheim, 22.11.2018

Lässt sich durch Sustainable Finance was Substantielles erreichen, solange die Finanzbranche so ist, wie sie ist? Könnte durch falsche Weichenstellungen durch den EU-Plan nicht sogar das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen im schlimmsten Falls erschwert werden? Droht eine Überregulierung im Finanzwesen? Panel beim Future fof Fair Finance. Gäste Sabine Pex, Caspar Dohmen, Prof. Chistian Klein und Olaf Zeitnitz. Donnerstag 22. November in Mannheim. Mehr Infos

Färberei

Moderation Zukunft der Bekleidungsindustrie? Menschenrechte und Maschinen

Hamburg, 19.11.2018

Bei dem Kongress moderiere ich am 16.11.2018 die Abschlussdiskussion zu den Fragen: Wie sehen Produktionsprozesse im Jahr 2030 aus? Wie können sie sozial gestaltet werden? Gäste:     Kathrin Schäfers, Koordinatorin Arbeit und Innovation, IG Metall; David Weigend, Leiter Bildung und Partizipation, Futurium; Johannes Merck, Vorstand des Direktionsbereichs Corporate Responsibility, Otto Group. Mehr Infos

Porträt Leuchtende Biofasern

Alex Deitermann will Baumwolle fälschungssicher machen. Seine Firma Tailorlux hat Mittelständler ebenso wie Dax-Konzerne als Kunden. Nun entdeckt er die Kleinbauern. Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung, 07.10.2018

Interview "Pflegekräfte sind das wertvollste Kapital"

»Die Pflegekräfte sind das wertvollste Kapital« von Caspar Dohmen aus: Publik-Forum 20/2018 vom 26.10.2018 Über die hohe Arbeitsbelastung in den Heimen und die fatale Angst der Menschen vor dem Thema Pflege. Ein Gespräch mit der Politikerin und Buchautorin Elisabeth Scharfenberg. Publik Forum

 

Publik Forum, 25.10.2018