Textilproduktion in Pakistan.

Großkonzerne Macht in der Lieferkette

Karatschi, 12.02.2020

Wenn große Unternehmen ihre Ware von kleineren Lieferanten in Pakistan, Bangladesch oder China produzieren lassen, ist das meist günstig – und oft mit ausbeuterischen Arbeitsbedingungen vor Ort verbunden. Können gesetzliche Vorgaben die Unternehmen dazu bringen, mehr Verantwortung zu übernehmen? Deutschlandfunk

Bescheidendes Leben von Kakaobauern in der Elfenbeinküste

Reportage Schokolade macht selten glücklich

Divo, 09.02.2020

Viele Menschen wollen bei Schokolade nicht genau wissen, wo sie herkommt. Wäre es nicht Zeit, hinzuschauen? Ein Besuch bei Kakaobauern an der Elfenbeinküste. Süddeutsche Zeitung

 

Protest der NGO Finanzwende gegen staatliche Finanzhilfe für die NordLB.

Die Macht hinter der Macht Operation Finanzwende

Berlin, 22.01.2020

Trotz vieler neuer Gesetze seien die Grundprobleme des Finanzsystems ungelöst, findet Gerhard Schick. Um das zu ändern, stieg der Grünen-Politiker aus dem Bundestag aus und stellte sich an die Spitze der »Bürgerbewegung Finanzwende«. Mit Aufklärung der Bürger, Aufdeckung von Missständen und Klagen gegen Akteure will die Orga-nisation das Finanzsystem umgestalten. Schick kämpft heute als Aktivist für sichere Spareinlagen, eine Finanz-transaktionssteuer oder gegen die Facebook-Währung Libra.  Kann  die  »Bürgerbewegung  Finanzwende«  die  Erfolge der Umweltbewegung kopieren und den Miss-erfolg von Occupy vermeiden? Gelingt dem Aktivisten, woran der Oppositionspolitiker scheiterte? Der Autor hat Gerhard Schick ein Jahr lang begleitet. Feature SWR 2 am 8.4. um 22.03 Uhr.

Leverkusen

Unternehmensverantwortung Allgemeinwohl vs. Aktionärswohl

Berlin, 20.01.2020

Viele Unternehmen haben nur ein Ziel: Den Gewinn zu maximieren und den Firmenwert im Interesse der Eigentümer zu steigern. Doch manche Politiker und Experten wollen, dass Unternehmen mehr auf die Interessen der Allgemeinheit achten. Der Widerstand dagegen ist groß – seit Jahrzehnten. Hintergrund Deutschlandfunk

Arbeiter in Textilfabrik.

Feature World in Progress: How safe are Bangladesh's textile factories?

Dhaka, 09.01.2020

The collapse of the Rana Plaza building just outside of Bangladesh's capital Dhaka in 2013 was the garment industry's deadliest recorded incident and put pressure on global brands to improve factory conditions. How safe are Bangladesh's textile factories these days? Can automation help make them safer or will machines take away workers' jobs? Deutsche Welle

Kommentar Überraschender Druck

Berlin, 10.12.2019

Die Unternehmen in Deutschland haben ihre Chance vertan, bei Zulieferern für die Einhaltung von Menschenrechten zu sorgen. Was freiwillig nicht klappt, soll nun gesetzlich geregelt werden - fordern jetzt auch einige Betriebe. Gut so, es ist Zeit! Süddeutsche Zeitung.

Jeansherstellung.

Globalisierung Strickroboter in Bangladesch

Dhaka, 03.12.2019

Ein Großteil unserer Mode wird in Asien hergestellt – zu Niedrigstlöhnen. Zunehmend kommen jetzt Roboter zum Einsatz. Das wird Folgen haben für die Arbeiterinnen in Bangladesch. Feature SWR Wissen

Fleischtheke in US-Supermarkt

Klima und Konsum Die Macht und Ohnmacht der Verbraucher

Cottbus, 29.11.2019

Nahezu alle Wissenschaftler sind sich einig, dass die Klimakrise von uns Menschen verursacht wird. Um etwas zu verändern, müssen wir anders wirtschaften. Und gerade Konsumenten in den Industrieländern können dazu einen Beitrag leisten, indem sie ihren CO2-Fußabdruck verringen – leicht wird das nicht. Hintergrund im Deutschlandfunk

Gikomba Markt in Kenias Hauptstadt Nairobi

Feature Leben und arbeiten in der Schattenwirtschaft

Nairobi, 06.11.2019

Arbeitende weltweit verdienen ihr Geld mehrheitlich in der sogenannten Schattenwirtschaft: Sie zahlen weder Steuern noch Sozialabgaben. Aber obwohl dieser Bereich am Rande der Legalität gedeiht, ist er doch kein vollkommen ungeregeltes Terrain. Nachzulesen und zu hören bei Deutschlandfunk Kultur.

 

Eine von 4,5 Millionen Menschen, die in Bangladesch in der Textilindustrie arbeiten.

Reportage Pausenlos Nähen

Dhaka, 19.09.2019

Bangladesch exportiert Textilien im Wert von 30 Milliarden Euro – vor allem nach Europa. Seit dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 hat sich die Sicherheitslage dort verbessert. Doch es gibt eine neue Bedrohung für die Arbeiter: durch Maschinen. Reportage in der Weltzeit auf Deutschlandfunk Kultur

 

Facebook-Werbung in Bangladesch. Menschen in solchen Entwicklugnsländern verspricht Facebook den Zugang zu einfachem Bezahlen.

Kryptowährungen „Libra“ mischt die Welt des Geldes auf

Frankfurt, 16.09.2019

Weltweit existieren mittlerweile 3.900 Kryptowährungen – und kommendes Jahr will Facebook gemeinsam mit anderen Großkonzernen das elektronische Zahlungsmittel „Libra“ auf den Markt bringen. Könnte privat geschaffenes Geld den Euro und andere staatliche Währungen verdrängen. Hintergrund im Deutschlandfunk

Produktion faires T-Shirt in Indien.

Grüner Punkt Genug probiert

Berlin, 10.09.2019

Deutschland hat das weltweit erste staatliche Textilsiegel für ethisch korrekte Kleidung eingeführt. Doch freiwillig wird die Branche nicht fairer. Kommentar in der Süddeutschen Zeitung.

 

Mutter eines gestorbenen Arbeiters des Einsturzes von Rana Plaza am Unglücksort.

Textilindustrie in Bangladesch Die Statik stimmt

Dhaka, 31.08.2019

Sechs Jahre nach dem Brand von Rana Plaza sind die Arbeitsbedingungen in Textilfabriken besser geworden. Die Arbeiter in den Exportfirmen brauchen keine Angst mehr haben, dass die Gebäude kollabieren. Der Aufbau der Arbeitsinspektion geht voran. Gleichzeitig gibt es noch viele Probleme und nun klagen die Unternehmer über hohe Kosten. Süddeutsche Zeitung

Porträt Wo bleiben die Veränderungen?

Hamburg, 22.07.2019

Nanda Bergstein arbeitete bei einer NGO in Indien und bei der Beratungsfirma Sustain. Dann ging sie als Direktorin für Unternehmensverantwortung zu Tchibo, um dort das Thema Nachhaltigkeit voranzubringen. Süddeutsche Zeitung

Gewerkschafter in Priäus.

Feature Feature Piräus - Wem nützt der freie Handel?

Berlin, 08.07.2019

"Wirtschaft denken" heißt eine vierteilige Serie in den Zeitfragen des Deutschlandfunk Kultur. Vier Autoren widmen sich vier Themen. Ich mache den Anfang mit dem Handel. Freihandel ist gut - das steht in allen Wirtschaftslehrbüchern. Der Engländer David Ricardo prägt mit seiner vor mehr als 200 Jahren veröffentlichten Theorie der komparativen Kostenvorteile bis heute die Sicht. Aber stimmt das wirklich immer? Und wie sieht es in der Praxis aus, wenn auch geostrategische Machtüberlegungen eine Rolle spielen? Der Hafen von Piräus, der eine zentrale Rolle in dem Megaprojekt Seidenstraße spielt, mit dem China seinen Handel ausweiten will, ist die ideale Arena um diese Fragen zu diskutieren. Deutschlandfunk Kultur. Wiederholung der Sendung am 23. Juli um 19.30

 

Deutschlandzentrale von Blackrock, dem schwarzen Felsen.

Feature Blackrock - der unscheinbare Finanzgigant

Frankfurt, 14.06.2019

Den Blackrock lernten viele in Deutschland erst kennen, als Friedrich Merz CDU-Parteivorsitzender werden wollte. Denn der Politiker ist Aufsichtsratschef des deutschen Ablegers des US-Vermögensverwalters - eines Finanzgiganten, der an fast allen größeren börsenotierten Unternehmen der Welt beteiligt ist, auch in Deutschland. An vielen verdient der Konzern mit, etwa über seine Beteiligung an der Deutschen Wohnen. Gleichzeitig profitieren viele von uns als Anleger an dem Erfolg von Blackrock mit, direkt etwa als Käufer von Indexfonds oder indirekt als Besitzer von Lebensversicherungen oder Guthaben bei Pensionskassen. In dem Feature stelle ich den Finanzgiganten vor und gehe der Frage nach, welche Interessen er verfolgt und wem er dient. DLF Kultur Sendung Zeitfragen.

Länder wie die Schweiz und Schweden setzen bereits auf eine CO2-Steuer.

Steuern als politisches Instrument Wenn der Staat lenken und (be-)steuern will

Berlin, 11.06.2019

Staaten erheben Steuern, um mit den Einnahmen ihre Aufgaben bezahlen zu können. Aber über höhere und niedrige Abgaben kann ein Land auch versuchen, das Verhalten seiner Bürger zu beeinflussen – zum Beispiel, was die Reduzierung des CO2-Ausstoßes betrifft. Deutschlandfunk.

Demonstration am 1. Mai

Gewerkschaften und die EU Abgekühlte Euphorie

Berlin, 21.05.2019

Gewerkschaften nimmt man vor allem im nationalen Kontext wahr – dabei kam den Gewerkschaften bei der Gestaltung der Arbeits- und Sozialpolitik in der EU eine wichtige Rolle zu. Inzwischen aber fremdeln viele Gewerkschafter mit der EU, vor allem seit der europäischen Austeritätspolitik nach der Finanzkrise. Deutschlandfunk Reihe Hintergrund.

Arbeiter in Textilfabrik

Bündnis für nachhaltige Textilien Freiwillige Standards reichen nicht aus

Berlin, 24.04.2019

Am 24. April 2013 starben beim Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch mehr als 1.130 Menschen. Ein Jahr später stieß Entwicklungshilfeminister Gerd Müller das Textilbündnis an: Freiwillig sollten Unternehmen an Reformen vor Ort mitwirken. Doch noch immer gibt es viele Missstände. Deutschlandfunk Hintergrund

 

Fensterbild von Arbeitenden bei der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf

100 Jahre ILO Der Kampf um gute Arbeit

Genf, 20.04.2019

„Anständige Arbeit für alle“ – das ist der Anspruch der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Bei der Organisation treffen Gewerkschaften, Arbeitgeber und Regierungen Entscheidungen gemeinsam. Doch trotz einiger Erfolge ist die ILO von ihrem Ziel noch weit entfernt. Deutschlandfunk Hintergrund

Guy Ryder, Generalsekretär der ILO bei der 100-Jahr-Feier in Berlin

Wissenswert Der wilde Traum von fairer Arbeit – 100 Jahre ILO

Genf, 11.04.2019

Im April 1919 - der erste Weltkrieg war kaum vorüber - da gründeten 32 Staaten die "International Labour Organization", kurz ILO. Was ihnen vorschwebte war "ein wilder Traum" - so nannte es der spätere US-Präsident Franklin D. Roosevelt. Ein Traum, der davon handelte, dass alle Menschen auf der Welt zu fairen Bedingungen arbeiten. Was ist heute, 100 Jahre später, aus diesem Gründungs-Traum der ILO geworden? Wie ist es um die Arbeitsbedingungen weltweit bestellt, was hat die ILO erreicht? Und woran scheitert sie – bis heute? Feature in der Sendereihe bei HR Wissen. Erstausstrahlung am 11.4.2019.

Arbeiter in Pakistan

Feature ILO: 100 Jahre Kampf um gerechte Arbeit

Genf, 23.01.2019

Es war eine Errungenschaft nach dem Ersten Weltkrieg – 1919 gründete sich die Internationale Arbeitsorganisation. In der westlichen Welt haben wir ihr zahlreiche Arbeitnehmerrechte zu verdanken. In Ländern wie Bangladesch sind ihre Erfolge eher schlecht. Zeitfragen-Feature auf Deutschlandfunk Kultur

Arbeiterin in einer indischen Spinnerei.

Feature Ein wilder Traum

Genf, 09.01.2019

Obwohl sich die Internationale Arbeiter Organisation (ILO)seit 100 Jahren darum kümmert, ist sozial abgesicherte und anständig bezahlte Arbeit für die meisten Menschen in weiter Ferne. Nach wie vor werden Arbeitende oft wie Waren behandelt. Nach dem Ersten Weltkrieg schuf die Staatengemeinschaft die Institution, um weltweit für menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sorgen, weil diese für den Frieden unerlässlich seien: Anfangs hatte sie auch Erfolg, aber nach dem Ende des Ost-West-Konflikts setzten Regierungen wieder auf die Kräfte des freien Markts, statt ihn zu regulieren. Die ILO geriet ins Abseits und wirkt zunehmend wie ein Papiertiger, der vernünftige Regeln vorschlägt, aber ohnmächtig zuschauen muss, wenn sie nicht umgesetzt werden. Ist die ILO noch die geeignete Institution, um die Probleme arbeitender Menschen im 21. Jahrhundert zu lösen? Meine Entdeckungsreise. Hören Sie das Feature in  SWR 2 Kultur. Wiederholung der Sendung beim WDR am 17. und 18. März 2019.

Klage gegen KiK Von der Schuld einer Firma im globalisierten Textilgeschäft

Karatschi, 28.11.2018

Im pakistanischen Karatschi starben 2012 bei einem Fabrik-Brand des Textilzulieferers Ali Enterprises 259 Menschen. Hauptauftraggeber war der deutsche Discounter KiK. Jetzt beginnt in Dortmund der Prozess. Es könnte ein Präzedenzfall über die Textilbranche hinaus werden. Eine ausführliche Darstellung in der Süddeutschen Zeitung und beim Deutschlandfunk.

Vier Kläger gegen KiK.

ARD Radiofeature Klage gegen KiK: Tatort Textilfabrik

Berlin, 02.11.2018

Ein Feature über die Klage pakistanischer Brandopfer gegen KiK: Der Textildiscounter Kik war einer der Hauptabnehmer von Ali Enterprises in Pakistan. 2012 starben bei einem Brand in der Textilfabrik 260 Arbeiter, auch weil viele Fenster vergittert und Fluchtwege versperrt waren. Muhammad Hanif hat das Unglück überlebt. Er organisierte sich mit anderen Betroffenen und fordert Entschädigung. Engagierte Anwälte, Gewerkschaftsvertreter und Aktivisten von NGOs halfen ihnen und wurden deswegen scharf angegriffen, bis hin zu Todesdrohungen. Hanif und drei weitere Betroffene reichten schließlich im Frühjahr 2015 vor dem Landgericht Dortmund Klage auf Schmerzensgeld gegen KiK ein. Der Fall ist für deutsche Gerichte ein Novum. Es gilt zu klären, ob ein inländisches Unternehmen für Produktionsbedingungen bei einem Zulieferer im Ausland haften muss. Wie immer die Klage am Ende ausgeht, sie dürfte erhebliche Konsequenzen haben für den Umgang mit der Verantwortung in den globalen Lieferketten der Industrie. Sendung

Schiffe abwracken in Gadani.

Feature Gewerkschaften Im Gegenwind

Berlin, 01.11.2018

Gewerkschaften, die historisch eine wichtige Rolle bei der Einführung fundamentaler Sozial- und Arbeitsrechte spielten, sind heute fast überall schwach. Der Internationale Währungsfonds sieht eine zentrale Ursache der zunehmenden sozialen Ungleichheit in der Schwäche der Gewerkschaften. Was sind die Ursachen des Niedergangs? Deutschlandfunk. Sendung

Grenzüberschreitend Beschäftigte organisieren.

ARD Radiofeature Die zwei Gesichter der Telekom

Berlin, 01.11.2018

Beschäftigte der Telekom in Deutschland reden in unzähligen Betriebsräten und selbst im Aufsichtsrat gehörig mit. Wer sich bei deren Tochter T-Mobile USA für Mitbestimmung einsetzt, wird dagegen immer wieder drangsaliert, muss schon mal wie ein Schulkind Strafarbeiten schreiben, oder wird gleich gefeuert. Dass europäische Konzerne, die zu Hause die Sozialpartnerschaft beschwören, jenseits des Atlantiks versuchen die Gewerkschaften aus ihren Betrieben herauszuhalten, ist nichts Ungewöhnliches. Im Fall der Telekom haben sich allerdings amerikanische und deutsche Gewerkschaften in einem einzigartigen Bündnis zusammengeschlossen, um voneinander zu lernen und mit ihren Aktionen Politik, Aktionäre und Bevölkerung auf die ungleichen Arbeitnehmerrechte aufmerksam zu machen. Wie erfolgreich kann diese transatlantische Initiative sein? Hören Sie dazu mein ARD-Radiofeature. Sendung

New York

HIntergrund Die deutsch -amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen: Wie alte Freunde?

Berlin, 28.10.2018

Der Wirtschaftsaustausch zwischen Deutschland und den USA ist eng, so haben viele Firmen in den jeweiligen Ländern Standorte. Seit der verschärften  Globalisierung schauen sich beide Seiten jedoch stärker anderswo um, beispielsweise in China und Indien. Deutschland bleibt als führende Wirtschaftsmacht
Europas aber der zentrale Ansprechpartner für die USA in der EU, und für die deutsche Industrie ist das Silicon Valley heute gleichermaßen Inspiration
wie Herausforderung. Deutschlandfunk. Sendung

Demonstration am 1. Mai für Vielfalt, statt Rechtsruck.

Feature Der Rechtsruck blieb aus, das Problem bleibt

Berlin, 28.10.2018

Der Rechtsruck bei den Betriebsratswahlen blieb aus. Mancher Experte hatte ihn wegen der Wahlerfolge der AfD unter Arbeitern und einiger offenkundig „rechter Listen“, die antraten. erwartet. Entwarnung für die DGB-Gewerkschaften bedeutet dies nicht, weil es auch in ihren eigenen Reihen vermehrt Probleme mit Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus gibt. Manche rechte Ansicht ist sogar bei linken Gewerkschaftern anschlussfähig, etwa der Vorwurf Betriebsräte bei Großkonzernen seien der Basis entrückt und verfolgten gewissermaßen als Co-Manager zu sehr Unternehmensinteresse. Die Kampagne „Mach meinen Kumpel nicht an“, der sich die IG Metall vor Jahren gegen Ausländerfeindlichkeit positionierte wäre heute innerhalb der eigenen Gewerkschaft sicher umstrittener. Über allem liegt der andauernde, nie endende Umbruch der Arbeitswelt. Und so stellt sich trotz Boom und Vollbeschäftigung, die alte Frage nach der Solidarität. Deutschlandfunk Kultur. Sendung

Feature Bleibt alles anders

Berlin, 27.10.2018

Permanente Veränderung gilt in der Unternehmenswelt fast schon als eine Art Naturgesetz für den geschäftlichen Erfolg im Wettbewerb. 'Stillstand ist Rückschritt', warnen Manager und Unternehmensberater und versetzen mit neuen Ideen und Umstrukturierungen ganze Belegschaften in Unruhe und Selbstbeschäftigung. Bringt permanente Veränderung in Betrieben eigentlich den gewünschten Erfolg? Oder benötigen Menschen häufig statt Druck nicht eher Konstanz bei der Arbeit, um kreativ und gewinnbringend für ein Unternehmen arbeiten zu können? Deutschlandfunk Kultur. Sendung