Textilfabrik in Bangladesch

Feature Gesetz gegen Ausbeutung

Dhaka, 04.11.2020

Sollen Unternehmen für ihre Lieferketten Verantwortung übernehmen? Im fertigen Produkt eines Unternehmens stecken meist viele Produkte von Zulieferern, an denen Menschen aus aller Welt gearbeitet haben, oft für Hungerlöhne und unter gefährlichen Bedingungen. Bislang können deutsche Unternehmen für diese Arbeitsbedingungen nicht zur Verantwortung gezogen werden. Das soll ein deutsches Lieferkettengesetz jetzt ändern. Was ist von der Idee zu halten? Der Streit darüber spaltet Politik und Wirtschaft. Der Autor folgt einer Lieferkette in der Textilindustrie von Asien bis ins politische Berlin. Feature SWR 2 am 4.11.2020 um 22:03

Interview Wir müssen handeln, bevor es die Situation unmöglich macht

In globalen Lieferketten kommt es immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen. Dazu habe ich ein Interview geführt mit Nina Elomaa, CSR-Verantwortliche bei der finnischen Fazer Group, und Filip Gregor, Vorsitzender der European Coalition for Corporate Justice, plädieren beide für einen verbindlichen EU-Sorgfaltspflichtenstandard, um die Situation in den Produktionsländern zu verbessern. Das Interview erschien in dem Begleitband des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands.

BMAS, 09.10.2020

Fachgespräch Wie kann der Welt- und Binnenhandel gerechter werden?

München, 13.10.2020

Sollen Unternehmen stärker in die menschenrechtliche Verantwortung genommen werden. Diese Frage wird derzeit in Deutschland anhand des Lieferkettengesetzes diskutiert.  Seit fünf Jahren läuft auf UN-Ebene ein Prozess, um völkerrechtlich verbindliche Regeln für Unternehmen zu verankern. Das ist Thema des sogenannten UN Binding Treaty. Ich moderiere ein Fachgespräch mit Experten und Bundestagsabgeordnenten in der  Evangelischen Stadtakademie München.

Lesung Schattenwirtschaft

Lesung Lesenacht

Frankfurt, 15.10.2020

Ich lese bei der virtuellen Lesenacht zur Frankfurter Buchmesse der BPB aus dem bei Wagenbach erschienenen Buch Schattenwirtschaft, das demnächst auch bei der Bundeszentrale erscheint. Die Lesenacht läuft am 15. Oktober von 19 bis 24 Uhr und ich bin Gast um 21.20 Uhr. 

Klimawoche Was grüne Wirtschaft besser kann

Hamburg, 16.10.2020

Nach Corona: Was grüne Wirtschaft besser kann? Mein Gespräch mit Daniel Dahm (CEO United Sustainability Group, Spokesperson Ecosystem Restoration des World Future Council) bei der Hamburger Klimawoche läuft bei dem Hamburger Bürgersender TIDE am Freitag 16. Oktober um 18 Uhr. Dauerhaft abrufbar hier.

Menschenrechte Wirtschaftsverbände wollen Lieferkettengesetz aushöhlen

Für Kinderarbeit haften? Lieber nicht. Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft wollen weniger Regeln im geplanten Lieferkettengesetz. Das könnte das Vorhaben wirkungslos machen, sagt nicht nur Misereor.

Südddeutsche Zeitung, 01.09.2020

Kakaobauer in der Elfenbeinküste.

Kommentar Eine Chance für viele

Berlin, 02.09.2020

Die deutschen Firmen sollten das Lieferkettengesetz nicht verdammen. Denn es hilft nicht nur den Arbeitern und Arbeiterinnen in aller Welt. Es nutzt auch den Firmen. Analyse in der Süddeutschen Zeitung.

 

Letzter Ausverkauf des Kaufhof in Neurbrandenburg

Einzelhandel Rezepte gegen sterbende Innenstädte

Neubrandenburg, 22.08.2020

Schließende Kaufhäuser und leere Schaufenster in Fußgängerzonen sind nicht erst seit der Corona-Pandemie ein Problem. Der boomende Online-Handel verdrängt die Geschäfte in den Innenstädten – die müssen sich neu erfinden. Sendung Hintergrund im Deutschlandfunk

Kaffeekooperative Cafenorte in Kolumbien

Analyse Das Dilemma des Fairen Handels

Der Faire Handel ist für zahlreiche Menschen in den Ländern des Südens ein Segen. Doch die globalen Ungerechtigkeiten in der Landwirtschaft kann er nicht beseitigen.

Publik Forum, 26.06.2020

Kiosk in Athem

Europa und Deutschland Kritische Blicke auf den „wirtschaftlichen Hegemon“

Berlin, 26.06.2020

Im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedsstaaten kam Deutschland 2008 gut durch die Finanzkrise. Auch in der Coronakrise wird der Bundesrepublik wohl eine Schlüsselrolle zukommen. Deutschlands Wirtschafts-, Finanz- und Sozialpolitik sorgt in Europa für alte und neue Konflikte. Hintergrund Deutschlandfunk

Kakaobauer in der Elfenbeinküste.

Feature zu Rohstoffen und dem globale Süden Reich an Schätzen und trotzdem arm

Divo, 21.07.2020

Seit dem Ende des Imperialismus können die Europäer Rohstoffe aus den Kolonien im globalen Süden nicht mehr rauben, sondern müssen sie bezahlen. Die ehemaligen Kolonien nahmen als eigenständige Staaten das Heft des Handelns in die Hand - mit unterschiedlichem Erfolg und unterschiedlicher Wirkung für ihren Wohlstand. Die Opec-Staaten bildeten ein über lange Zeit wirksames Kartell und setzten höhere Preise durch, während die Preise für viele Agrarrohstoffe oft niedrig blieben. Die breite Bevölkerung profitierte selbst bei durchaus hoher Nachfrage häufig kaum und die Veredlung und damit die Wertschöpfung findet weiterhin im Norden statt. Warum ist  das so? Bilden die Handelsverhältnisse immer noch das Kolonialsystem ab?  Wie formen sich die Preise für Rohstoffe? Welchen Einfluss haben die Länder des globalen Südens? Die Suche nach Antworten führt den Autor zu Kaffeebauern in Kolumbien und der UN-Organisation für Kakao in die Elfenbeinküste. Zeitfragen-Feature auf Deutschlandfunk Kultur.

Interview Friedensbuchpreis für Amartya Sen

Der Wirtschaftsphilosoph Amartya Sen erhält den Friedensbuchpreis. Eine Einordnung und Würdigung von Sen habe ich im DLF gegeben.

DLF, 17.06.2020

Reportage Das Schlammgrab

Brumadinho, 05.06.2020

259 Menschen sterben in einer giftigen Flut, als 2019 der Staudamm von Brumadinho bricht. Nun wird gegen TÜV Süd ermittelt, denn das Unternehmen hatte ihn als sicher eingestuft. Über das Ende vom Mythos der deutschen Gründlichkeit. Süddeutsche Zeitung

 

EZB-Urteil des Verfassungsgerichts Ein Erdeben, ausgelöst in Karlsruhe

Brüssel, 15.05.2020

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank hat Schockwellen ausgelöst, die noch lange spürbar sein werden. Während das Urteil unter Ökonomen umstritten ist, kämpft die EU bereits gegen seine politischen Folgen an. Deutschlandfunk Hintergrund