Klage gegen KiK Von der Schuld einer Firma im globalisierten Textilgeschäft

Karatschi, 28.11.2018

Im pakistanischen Karatschi starben 2012 bei einem Fabrik-Brand des Textilzulieferers Ali Enterprises 259 Menschen. Hauptauftraggeber war der deutsche Discounter KiK. Jetzt beginnt in Dortmund der Prozess. Es könnte ein Präzedenzfall über die Textilbranche hinaus werden. Eine ausführliche Darstellung in der Süddeutschen Zeitung und beim Deutschlandfunk.

Arbeiter in einer Textilfabrik Karatschi

International Labour Organisation Der Dinosaurier

Obwohl sich die Internationale Arbeiter Organisation (ILO)seit 100 Jahren darum kümmert, ist sozial abgesicherte und anständig bezahlte Arbeit für die meisten Menschen in weiter Ferne. Nach wie vor werden Arbeitende oft wie Waren behandelt. Nach dem Ersten Weltkrieg schuf die Staatengemeinschaft die Institution, um weltweit für menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sorgen, weil diese für den Frieden unerlässlich seien: Anfangs hatte sie auch Erfolg, aber nach dem Ende des Ost-West-Konflikts setzten Regierungen wieder auf die Kräfte des freien Markts, statt ihn zu regulieren. Die ILO geriet ins Abseits und wirkt zunehmend wie ein Papiertiger, der vernünftige Regeln vorschlägt, aber ohnmächtig zuschauen muss, wenn sie nicht umgesetzt werden. Ist die ILO noch die geeignete Institution, um die Probleme arbeitender Menschen im 21. Jahrhundert zu lösen? Meine Entdeckungsreise. Feature. SWR 2 Kultur, 9.1.2019

SWR, 17.11.2018

Vier gegen KiK.

Symposium Woche der Gerechtigkeit

Bochum, 28.11.2018

Am 11. September 2012 starben mehr als 250 ArbeiterIinnen weil Brandschutz und Fluchtwege in der Fabrik Ali Enterprises miserabel waren. Besonders ist: Die Betroffenen organiserten sich und wählten vier aus ihren Reihen aus, dien vor dem Landgericht Dortmund den Textildiscounter KiK auf Schadenersatz verklagten. Kann ein Unternehmen für die Zustände bei einem Zulieferer haftbar gemacht werden? Das ist die spannende Frage. Schließlich produzierte Ali Enterprises vorwiegend für das deutsche Textilunternehmen KiK und erhielt nur wenige Wochen vor dem Brand vom italienischen Prüfdienstleister RINA ein Gütesiegel für die Sicherheitsstandards in der Fabrik. Am 29. November findet beim LG Dortmund die Anhörung stattt und am Vortag ein Symposium in der Universität Bochum. Bei dem Panel Verbraucherverhandlungen, Verhandlungen und Entschädigungen diskutiere ich mit. Die Betroffenen sind im Rahmen einer Woche der Gerechtigkeit unterwegs.  Die Geschichte erzähle ich in dem ARD-Radiofeature Tatort Textilfabrik. Es ist auch Teil des Buches Profitgier ohne Grenzen.

Fairer Kaffee vor der Verschiffung nach Europa

Vortrag Kritisch konsumieren, fair produzieren!

Stuttgart, 23.11.2018

Im September 2015 wurden von den 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) einstimmig verabschiedet. Sie bilden das Kernstück der Agenda 2030, die für alle Länder des globalen Südens und Nordens gleichermaßen gilt, und sie berücksichtigen alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: die soziale, die ökologische und die wirtschaftliche. Das Nachhaltigkeitsziel 12 dreht sich um nachhaltigen Konsum. Geht das? Vortrag bei der Bildungsveranstaltung des Dachverband Entwickungspolitik Baden-Württemberg e.V. Mehr Infos

 

Nordindien

Podiumsdiskussion Sustainable Finance - Augenwischerei oder Königsweg?

Mannheim, 22.11.2018

Lässt sich durch Sustainable Finance was Substantielles erreichen, solange die Finanzbranche so ist, wie sie ist? Könnte durch falsche Weichenstellungen durch den EU-Plan nicht sogar das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen im schlimmsten Falls erschwert werden? Droht eine Überregulierung im Finanzwesen? Panel beim Future fof Fair Finance. Gäste Sabine Pex, Caspar Dohmen, Prof. Chistian Klein und Olaf Zeitnitz. Donnerstag 22. November in Mannheim. Mehr Infos

Buchkritik Die große Transformation

Berlin, 12.11.2018

Die ökologischen und sozialen Krisen auf unserer Erde sind vielfach beschrieben, ob Klimaerwärmung, Ressourcenverschwendung oder Ungleichheit. Ganz offensichtlich müssen wir anders leben und wirtschaften – brauchen einen gesellschaftlichen Wandel. Wie dieser Wandel vonstatten gehen könnte, damit beschäftigt sich Uwe Schneidewind – Präsident am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie - in seinem Buch „Die Große Transformation. Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels“. Hören Sie hier meine Besprechung für den Deutschlandfunk.

Färberei

Moderation Zukunft der Bekleidungsindustrie? Menschenrechte und Maschinen

Hamburg, 19.11.2018

Bei dem Kongress moderiere ich am 16.11.2018 die Abschlussdiskussion zu den Fragen: Wie sehen Produktionsprozesse im Jahr 2030 aus? Wie können sie sozial gestaltet werden? Gäste:     Kathrin Schäfers, Koordinatorin Arbeit und Innovation, IG Metall; David Weigend, Leiter Bildung und Partizipation, Futurium; Johannes Merck, Vorstand des Direktionsbereichs Corporate Responsibility, Otto Group. Mehr Infos

Porträt Leuchtende Biofasern

Alex Deitermann will Baumwolle fälschungssicher machen. Seine Firma Tailorlux hat Mittelständler ebenso wie Dax-Konzerne als Kunden. Nun entdeckt er die Kleinbauern. Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung, 07.10.2018

Interview "Pflegekräfte sind das wertvollste Kapital"

»Die Pflegekräfte sind das wertvollste Kapital« von Caspar Dohmen aus: Publik-Forum 20/2018 vom 26.10.2018 Über die hohe Arbeitsbelastung in den Heimen und die fatale Angst der Menschen vor dem Thema Pflege. Ein Gespräch mit der Politikerin und Buchautorin Elisabeth Scharfenberg. Publik Forum

 

Publik Forum, 25.10.2018

Feature Bleibt alles anders

Berlin, 27.10.2018

Permanente Veränderung gilt in der Unternehmenswelt fast schon als eine Art Naturgesetz für den geschäftlichen Erfolg im Wettbewerb. 'Stillstand ist Rückschritt', warnen Manager und Unternehmensberater und versetzen mit neuen Ideen und Umstrukturierungen ganze Belegschaften in Unruhe und Selbstbeschäftigung. Bringt permanente Veränderung in Betrieben eigentlich den gewünschten Erfolg? Oder benötigen Menschen häufig statt Druck nicht eher Konstanz bei der Arbeit, um kreativ und gewinnbringend für ein Unternehmen arbeiten zu können? Deutschlandfunk Kultur. Sendung

New York

HIntergrund Die deutsch -amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen: Wie alte Freunde?

Berlin, 28.10.2018

Der Wirtschaftsaustausch zwischen Deutschland und den USA ist eng, so haben viele Firmen in den jeweiligen Ländern Standorte. Seit der verschärften  Globalisierung schauen sich beide Seiten jedoch stärker anderswo um, beispielsweise in China und Indien. Deutschland bleibt als führende Wirtschaftsmacht
Europas aber der zentrale Ansprechpartner für die USA in der EU, und für die deutsche Industrie ist das Silicon Valley heute gleichermaßen Inspiration
wie Herausforderung. Deutschlandfunk. Sendung

Schiffe abwracken in Gadani.

Feature Gewerkschaften Im Gegenwind

Berlin, 01.11.2018

Gewerkschaften, die historisch eine wichtige Rolle bei der Einführung fundamentaler Sozial- und Arbeitsrechte spielten, sind heute fast überall schwach. Der Internationale Währungsfonds sieht eine zentrale Ursache der zunehmenden sozialen Ungleichheit in der Schwäche der Gewerkschaften. Was sind die Ursachen des Niedergangs? Deutschlandfunk. Sendung

Feature Faire Rosen für Europa

Berlin, 13.10.2018

Kenia ist der wichtigste Produzent von Schnittblumen in Afrika. An internationalen Festtagen liefert das Land Blumen in die halbe Welt. Einige Farmen produzieren Blumen für den fairen Handel. Was haben Mensch und Umwelt davon? Weltzeit - Deutschlandfunk Kultur. Sendung

Hintergrund Die Symbolfigur der Finanzkrise vor Gericht

Berlin, 16.10.2018

Das Landgericht München wird ab Montag ein wichtiges Kapitel der Finanzkrise aufarbeiten. Auf der Anklagebank sitzt Georg Funke, früherer Chef der Pleitebank Hypo Real Estate. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Lage der Bank lange falsch dargestellt und die Bilanz geschönt zu haben. Deutschlandfunk. Sendung

Fußball fair

Feature Faire Löhne von der Farm bis zur Fabrik

Berlin, 17.10.2018

Um ein Oberhemd herzustellen, braucht es etwa 140 Arbeitsschritte. Die Bauern, Färber, Spinner oder Näher arbeiten unter miesesten Bedingungen und werden erbärmlich entlohnt. Das soll sich in Indien bald ändern. Deutschlandfunk. Sendung