Wärmewende: Warum Stadtwerke privates Kapital brauchen

Für die Wärmewende benötigen Stadtwerke auch privates Kapital, um die Infrastruktur zu modernisieren. Aber noch finden private Kapitalgeber und kommunale Unternehmen selten zueinander. Anders als in Skandinavien muss in Deutschland für die Wärmewende noch ein Großteil der Netze gebaut werden – eine teure Angelegenheit. Vor allem die rund tausend kommunalen Stadtwerke, denen eine Schlüsselrolle bei der Wärmewende zukommt, sind deswegen auf der Suche nach Eigen- und Fremdkapital. „Dafür braucht es auch privates Kapital“, sagte Anne Rethmann, Finanzvorständin der Thüga AG, einem Verbund von rund hundert kommunalen und regionalen Energie- und Wasserwerken, beim Launch des neuen Mercator Thinktank Finance for Transition (F4T) am Donnerstagabend in Berlin. Die Finanzierungslücke für die Wärmewende ist laut einer KfW-Studie mit 346 Milliarden Euro gewaltig.
 

Die öffentliche Hand könnte die Finanzierungsbedingungen für die Stadtwerke durch die Übernahme der größten Risiken verbessern.

Sie müsse als „kluger Ankerinvestor“ agieren, sagte die Vorstandschefin der Sächsischen Aufbaubank Katrin Leonhardt. „Notwendig ist ein intelligentes Zusammenspiel von privatem und öffentlichem Kapital“, sagte sie und nannte als Richtgröße einen Mix „von 90 Prozent privatem und zehn Prozent öffentlichem Kapital“. Auch darüber hinaus könne der Staat Wichtiges tun, das ihn kein Geld koste: „Wir brauchen Verlässlichkeit für Investoren“, sagte Leonardt. Wenn sich Gesetze für den gleichen Sachverhalt schnell änderten, „dann rechnen sich Investitionen nicht“. Welche Finanzierungwege den Stadtwerken so
 

ESG.Table, 25.09.2026