Analyse Gute Nacht, Freizeit

Köln, 20.09.2011

Feierabend gibt's nicht mehr: Noch in den Neunzigern wurde der Siegeszug der Freizeitgesellschaft prophezeit. Aber nichts da - länger arbeiten, das gehört für viele Menschen in den Industrieländern zum Alltag. Doch das Verschwimmen der Grenzen von Arbeit und Freizeit hat weitreichende Folgen. Süddeutsche Zeitung

Interview Meinhard Miegel

Bonn, 20.09.2011

Die menschliche Arbeit wird eine Renaissance erfahren, weil die Rohstoffe knapp werden, glaubt der Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel, 72. Dennoch werden die Löhne nur bei denjenigen steigen, die besondere Qualifikationen zu bieten haben. Die meisten Menschen in den westlichen Industrienationen werden den Lebensstandard nicht aufrechterhalten können, schätzt er. Ich sprach mit Ihm darüber, warum er erwartet, dass die Menschen in den  westlichen Industrieländern bald härter arbeiten müssen als heute. Süddeutsche Zeitung

Analyse Embargo

Köln, 13.09.2011

Wörter überspringen jede Grenze: So hat sich das aus dem Spanischen kommende "Embargo" als feststehender Begriff des Völkerrechts etabliert. Ursprünglich bezeichnete man damit die Blockade fremder Schiffe in eigenen Häfen. Heute geht es um Wirtschaftssanktionen von Staaten oder Staatengruppen gegen einzelne Länder, um deren Regierungen zu Verhaltensänderungen zu zwingen. Die Idee klingt bestechend und vielfach waren solche Embargos erfolgreich. Bisweilen treten jedoch ganz unerwartete Nebenwirkungen auf. Jüngstes Beispiel: Weil Kunstdünger nicht in die von Israel besetzten Palästinensergebiete geliefert werden darf, sind dort schon einige Bauern auf Biolandwirtschaft umgestiegen. Zurück in die Zukunft - wegen eines Embargos: So etwas kommt öfter vor, als man denkt. WDR

Finanzen Stangenware veredeln

Düsseldorf, 12.09.2011

Bei CSR-Ratings entsteht eine Arbeitsteilung: Finanzdienstleister kaufen Rohdaten bei Spezialisten und veredeln sie mit eigenen Know-how. DZ Bank und Generali gehen hierbei sehr unterschiedlich vor. Beide Ansätze vergleiche ich in dem Handelsblatt-Spezialbrief für nachhaliges Investment, der kostenlos im Netz abonniert werden kann. Handelsblatt

Buchbesprechung Innenansichten der `Ndrangheta

Berlin, 10.09.2011

Die `Ndrangheta ist eine der geheimnisvollsten Organisationen der organisierten Kriminalität und im Grunde das größte Familienunternehmen der Welt. Nur wenig ist über die Organisation bisher bekannt, weil kaum jemand das Schweigegelübde der Organisation bislang durchbrochen hat. Di Bella tat es - jahrzehntelang war er die rechte Hand eines Bosses. Er griff zum Telefon und rief den Journalisten Ginaguli Nuzzi an. Gemeinsam mit Claudio Antonelli hat er ein lesenswertes und spannendes Buch geschrieben. Süddeutsche Zeitung

Interview "Der Zug muss noch einmal entgleisen"

Berlin, 06.08.2011

Die TAZ befragte mich zu meinem Buch Good Bank. Das Interview erschienen im politischen Buch.

Schepershof

Westart Good Bank

Köln, 03.08.2011

Das WDR-Fernsehen berichtet über mein Buch Good Bank: "Wenn Menschen ihr Geld zur Bank bringen, wollen sie, dass es dort sicher ist. Immer mehr Menschen wollen aber auch wissen, was die Bank mit ihrem Geld macht. Ob Geschäfte mit sozialen und ökologischen Maßstäben oder auf Kosten von Natur und Umwelt gemacht werden. Am Beispiel des weltweit ersten alternativen Finanzinstituts, der GLS Bank in Bochum, beschreibt der Autor Caspar Dohmen in seinem neuen Buch „Good Bank“, ob und wie soziale Visionen und Geld zusammenpassen." Zu sehen ist der Beitrag am 2. August um 22.30 Uhr (WDR), Wiederholung am 8. August um 10.50 Uhr.

Interview Caspar Dohmen

Wien, 21.07.2011

Keine Spekulationen, kein Gewinnstreben und günstige Kredite für jedermann - in Österreich soll eine neue, demokratische Bank entstehen. Eine Utopie? Dazu befragt mich der Deutschlandfunk.

Geld Demokratische Bank

Köln, 21.07.2011

Keine Spekulationen, kein Gewinnstreben und günstige Kredite für jedermann - in Österreich soll eine neue, demokratische Bank entstehen. Eine Utopie? Dazu interviewt mich Deutschlandradiowissen.

 

Interview Good Bank

Bochum, 15.07.2011

Eine Mitarbeiterin der GLS Bank befragte mich zu der Entstehungsgeschichte des Buches Good Bank und stellte das Interview auf Youtube.

Buchkritik Good Bank "Viel lernen, ohne belehrt zu werden"

Berlin, 10.07.2011

 Für die SWR-Sendung Forum Buch hat Sabine Fröhlich über mein Buch ge- und mit mir gesprochen. Ihr Fazit: Es mag aussichtslos erscheinen, einem übermächtigen Finanzsystem, das die Akteure selbst kaum noch zu steuern vermögen, das kleine Experiment einer “guten Bank” entgegenzuhalten. Die Darstellung Dohmens verliert aber die realen Größenverhältnisse nicht aus den Augen, denn sie beschränkt sich nicht auf eine einzige Perspektive. Interviews, Reportagen und die nötigen Erklärungen fügen sich zu einem Lehrbuch im besten Sinn. Man hat am Ende viel gelernt, ohne belehrt zu werden - über das Auseinanderfallen von Finanz- und Realwirtschaft, aber auch, am Beispiel alternativer Investitionsprojekte, darüber, wie beides sinnvoll zusammenspielen kann. Und schließlich ergibt sich der verblüffende Befund, dass die Verbindung von Altruismus und Geldgeschäft möglicherweise nicht ganz so utopisch ist wie gedacht.

Interview Hans Christoph Binswanger

Sankt Gallen, 11.06.2011

Der Vordenker hat lange vor der Finanzmarktkrise die herrschende ökonomische Lehre kritisiert und sich schon früh mit der Möglichkeit eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums beschäftigt. Ich habe mit Ihn über die Finanzkrise, Wachstum und Parallelen in der Literatur gesprochen. Süddeutsche Zeitung

Porträt Das Phantom

Düsseldorf, 09.06.2011

Medion-Gründer Bernd Brachmann scheut die Öffentlichkeit. Auch jetzt, vor dem Großverkauf von Aktien an den chinesischen Computerbauer Lenovo.  Süddeutsche Zeitung

Reportage Geld ist gut

Wien, 08.06.2011

Die Globalisierungskritiker von Attac sind eigentlich nicht gut auf Banken zu sprechen. Doch in Österreich sind einige der Aktivisten nun selber daran beteiligt, ein Finanzinstitut gründen, das mit linken Idealen auf Kundenfang gehen soll. Eine Bank neu aufzubauen, ist allerdings ein finanzielles und rechtliches Abenteuer. Süddeutsche Zeitung

Arbeiterinnen trocknen bei der Kooperative Sopexxca Kaffeebohnen.

Radiofeature Wandel durch Handel?

Berlin, 01.06.2011

Am Anfang setzen Menschen ein Zeichen für faire Handelsbeziehungen: Zwischen Produzenten im Süden und Verbrauchern im Norden. Ihre Devise: Statt Marktpreise faire Preise. Schon bald finden die Waren den Weg aus den Weltläden in die Supermärkte. Die Idee wird von Milchbauern in Deutschland kopiert. Manche sehen die faire Handelsbewegung als eine Art Laboratorium für die Weltökonomie, andere halten die Wirkung des individuellen Einkaufsverhaltens für überschätzt. Wandel durch Handel, geht das? Dok 5 Das Feature (13.6.11 um 11.05 Uhr und 14.6.11 um 0.05 auf WDR 5)

Kommentar Ideen sollten zählen

Berlin, 01.06.2011

Firmen sollten sich mehr um Produkte als um Geldgeschäfte kümmern. Voraussetzung dafür ist eine andere Renditeerwartung, sowohl was die Höhe als auch was den Zeithorizont der Anleger angeht.  Schließlich haben exorbitante Gewinne  mit Finanzspekulationsgeschäften im vergangenen Jahrzehnt das gesamte Renditegefüge in der Weltwirtschaft verändert, zu Lasten der realen Produktion, guter Ideen und der Beschäftigten.

Analyse Mehr für Müllmänner, weniger für Manager

Karlsruhe, 31.05.2011

Der Unter nehmer Götz Werner propagiert das bedingungslose Grundeinkommen für alle Bürger. Die Folge davon wäre, dass die Gehälter für harte, unattraktive Jobs deutlich steigen. Süddeutsche Zeitung

Arbeit Für Gott, Geld und Glück

Köln, 31.05.2011

Die Gesellschaft beurteilt Menschen oft mit Blick auf deren Leistung und Bezahlung. Eine Tätigkeit gilt als sinnvoll, wenn sie viel kostet, das Einkommen also möglichst hoch ist. Doch stimmt dieser Maßstab noch? Welche Rolle spielt die Pflege von Kindern und gebrechlichen Eltern bei dieser Beurteilung? Und wird ehrenamtliche gemeinnützige Arbeit ausreichend gewürdigt, zumal in Zeiten leerer Staatskassen. Über den Wert der Arbeit berichte ich in der Serie "Zukunft der Arbeit". Süddeutsche Zeitung

Porträt Der Blau-Ökonom

Brüssel, 23.04.2011

Wenn Gunter Pauli über die Ursachen seines Erfolgs redet, geht es wenig um ihn. „Ein Mensch kann nur einen Beitrag für die Gesellschaft liefern, weil er so viel von der Gesellschaft bekommen hat“, sagt er. Der  55-jährige Belgier hat schon viele Unternehmen gegründet. Seinen Wandel vom grünen zum blauen Unternehmer beschreibe ich in einem Porträt. Süddeutsche Zeitung

Reportage RestLB

Düsseldorf, 16.04.2011

Die Westdeutsche Landesbank war mal ein stolzes und mächtiges Geldhaus. Vom Glanz vergangener Zeiten ist nichts mehr übrig. Was bleibt? Die Angst vor dem, was noch kommt. In einer Reportage beschreibe ich gemeinsam mit Martin Hesse die Situation bei der WestLB aus Sicht der Mitarbeiter, Bürger, Politik und Eigentümer. Süddeutsche Zeitung

Kommentar Über den politischen Umgang mit Krisen

Berlin, 31.03.2011

Kaum zu glauben: Auf den Reaktorunfall in Japan reagiert die Bundesregierung im Nu und wechselt ihre Atompolitik von heute auf morgen. Die Finanzkrise hingegen hat sie seinerzeit geradezu in Starre versetzt: Sie hat aufgeregt reagiert, aber kaum regiert. Die Banken konnten schon bald munter weiter machen wie bisher.  WDR

Politikwechsel Der kleine Unterschied

Köln, 31.03.2011

Kaum zu glauben: Auf den Reaktorunfall in Japan reagiert die Bundesregierung im Nu und wechselt ihre Atompolitik von heute auf morgen. Die Finanzkrise hingegen hat sie seinerzeit geradezu in Starre versetzt: Sie hat aufgeregt reagiert, aber kaum regiert. Die Banken konnten schon bald munter weiter machen wie bisher.

Porträt Sabine Lautenschläger

Bonn, 18.02.2011

Bei der Aufsicht der Finanzinstitute hat sich Sabine Lautenschläger Respekt in der Branche erarbeitet. Ihr Wechsel zur Bundesbank scheint da nur konsequent. Süddeutsche Zeitung

Reportage Gier nach Schrott

Hamburg, 22.01.2011

Angesichts von Rekordpreisen für Kupfer sind Recyclingindustrie, Spekulanten und Gauner hinter Altmetall her. Die Preise entkoppeln sich vom tatsächlichen Verbrauch, denn in unsicheren Zeiten haben Anleger das Rohstoffgeschäft entdeckt. Süddeutsche Zeitung

Interview Thomas Speck

Wuppertal, 21.01.2011

Thomas Speck hat die Gepa zum Marktführer für fairen Handel in Europa geformt. Der 58-Jährige äußert sich in der Serie Reden wir über Geld über Sparsamkeit im Alltag, seine Studentenzeit in einer Kommune und über die Schneisen, die er schlägt. Süddeutsche Zeitung

Buchkritik Gegen den Strom

Köln, 20.01.2011

Überraschende Erkenntnisse Norbert Häring bereichert die Debatte über Bankenmacht und Managerboni durch einen unabhängigen Blick.

Buchbesprechung Entzauberung von Finanzmythen

Düsseldorf, 07.01.2011

Norbert Häring bereichert die Debatte über Bankenmacht und Managerboni durch einen unabhängigen Blick. Mit seiner Mischung aus profundem historischem Wirtschaftswissen und neuesten ökonomischen Forschungsergebnissen entzaubert der Journalist die neoklassische Wirtschaftstheorie ebenso wie einen Großteil der wirtschaftspolitischen Debatte. Handelsblatt

Buchkritik Plädoyer für ein neues "Lohnwunder"

Berlin, 20.12.2010

Seit gut zwei Jahren quellen die Regale der Buchläden mit Literatur zur Finanzkrise über. Viele Ökonomen haben das Geschehen analysiert, darunter solche, die frühzeitig auf Fehlentwicklungen hingewiesen, und andere, die durch den Crash gelernt haben. Heiner Flassbeck gehört zur ersten Gruppe. Deutschlandfunk

Armut Mikrokredite in der Kritik

Frankfurt, 17.11.2010

Mikrokredite sind zum populären Instrument der Armutsbekämpfung geworden, spätestens seitdem Muhamad Yunus für den Aufbau seiner Mikrokreditorganisation in Bangladesh mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.  Seit dem Bericht des Wissenschaftlers …. nimmt die Kritik jedoch zu. Heute berichtete die Frankfurter Rundschau von einer steigenden Anzahl von Selbstmorden von Mikrokreditnehmern. Bankvertreter hätten säumige Schuldner sogar zum Freitod ermuntert, weil dann eine Versicherung die Rückzahlung der Schulden übernimmt. Schon zuvor hatte die Zeitschrift Natur und Kosmos die Erfolgsbilanz der Mikrokredite verneint.

Reportage Das Perpetuum Mobile Wald

Siegen, 09.11.2010

Die Forstwirtschaft beschäftigt sich seit 300 Jahren mit dem Gedanken einer langfristigen Denkweise.  Davon könnte die Industrie einiges lernen. Damit befasse ich mich in der Serie „Die grüne Revolution“. Süddeutsche Zeitung